Für Kunden · · 4 Min. Lesezeit

E-Commerce-Shooting planen: Models, Zeit, Looks pro Tag

Wie viele Looks schafft ein Model am Tag, wie viele Models braucht eine Kollektion, und was muss vor dem ersten Studiotag geklärt sein? Ein Planungsleitfaden für Onlineshops.

Kurz gesagt: Onlineshops produzieren im Takt: neue Ware, neue Bilder, jede Woche. Ein E-Commerce-Shooting ist deshalb weniger eine kreative Frage als eine logistische. Dieser Leitfaden beschreibt, wie ihr Looks, Models und Zeit so plant, dass der Studiotag ohne Leerlauf läuft. Die Kennzahl: Looks pro Tag Ein Look ist ein Outfit, fotografiert in den Einstellungen, die euer Shop braucht: meist Frontal, Seite, Rückseite, Detail, manchmal ein Bild in Bewegung.

E-Commerce-Studio mit Model auf weißem Hintergrund und Kleiderstange

Onlineshops produzieren im Takt: neue Ware, neue Bilder, jede Woche. Ein E-Commerce-Shooting ist deshalb weniger eine kreative Frage als eine logistische. Dieser Leitfaden beschreibt, wie ihr Looks, Models und Zeit so plant, dass der Studiotag ohne Leerlauf läuft.

Die Kennzahl: Looks pro Tag

Ein Look ist ein Outfit, fotografiert in den Einstellungen, die euer Shop braucht: meist Frontal, Seite, Rückseite, Detail, manchmal ein Bild in Bewegung. Ein erfahrenes E-Commerce-Model schafft 60 bis 120 Looks am Tag. Die Spanne erklärt sich durch die Anzahl der Einstellungen pro Look, den Aufwand beim Umziehen und die Frage, ob Haare und Make-up zwischen den Looks angepasst werden.

Rechnet konservativ mit 80 Looks pro Model und Tag bei vier Einstellungen. Bei Schuhen, Accessoires oder Bademode sind es mehr, bei Mänteln, Abendkleidern und allem mit vielen Verschlüssen weniger. Plant zehn Prozent Reserve für Looks, die wiederholt werden müssen.

Wie viele Models?

Die Anzahl der Models ergibt sich aus drei Dingen: den Konfektionsgrößen, die ihr zeigen wollt, den Looks pro Tag und dem Zeitplan. Eine Kollektion mit 240 Looks in einer Größe braucht drei Modeltage; ob drei Models an einem Tag oder ein Model an drei Tagen, entscheidet euer Studio. Zwei Models parallel sind effizient, wenn zwei Sets und zwei Fotografen vorhanden sind; sonst wartet eines.

Wenn euer Shop mehrere Größen zeigt, braucht jede Größe ein eigenes Model. Hier ist die Konfektionsgröße das wichtigste Kriterium, wichtiger als der Look. Sagt uns die genaue Größe und, wenn vorhanden, die Maßtabelle eures Labels; wir schlagen Models vor, deren Maße in der Mitte eurer Tabelle liegen, damit die Ware ohne Klammern sitzt.

Vor dem Studiotag

Drei Dinge sollten vor dem ersten Tag geklärt sein.

Der Look-Plan. Eine Liste aller Looks mit Artikelnummer, Größe und Einstellungen, in der Reihenfolge, in der fotografiert wird. Sortiert nach Model und innerhalb des Models nach Aufwand: erst die schnellen Looks, dann die aufwendigen, damit der Rhythmus bleibt.

Die Ware. Gebügelt, etikettiert, in der Reihenfolge des Look-Plans auf Ständern. Jede Minute, die am Set nach einem Artikel gesucht wird, zählt doppelt, weil Model, Fotograf und Stylist warten.

Die Bildsprache. Ein Moodboard mit Beispielbildern aus eurem eigenen Shop: Pose, Blick, Abstand zur Kamera, Hintergrund. E-Commerce-Models kennen die gängigen Standards, aber jeder Shop hat eigene Regeln. Zehn Minuten Briefing am Morgen ersparen Nachfragen den ganzen Tag.

Der Tag am Set

Ein guter E-Commerce-Tag hat einen festen Takt: Umziehen, drei bis fünf Auslösungen pro Einstellung, nächster Look. Das Model hält Posen konstant, damit die Bilder im Shop zueinander passen; der Fotograf prüft nach jedem Look kurz am Monitor. Pausen alle 90 Minuten halten die Qualität, der Mittag sollte eine halbe Stunde haben.

Haare und Make-up bleiben über den Tag gleich, damit die Bilder austauschbar sind. Wenn ihr zwei Looks für Haare braucht, etwa offen und zurückgebunden, plant den Wechsel in die Mittagspause.

Mehrtägige Produktionen

Für Shops mit wöchentlichen Drops lohnt sich ein festes Team: dieselben Models, derselbe Fotograf, derselbe Ablauf. Die Vorteile sind messbar: weniger Briefing, weniger Wiederholungen, konstante Bildsprache über Monate. Wir planen solche Serien mit Models, die über mehrere Tage verfügbar sind, und halten Ersatz mit denselben Maßen bereit, falls jemand ausfällt.

Mehrtägige Buchungen senken außerdem den Tagessatz. Fragt nach einer Serie von sechs oder zwölf Tagen über ein Quartal; das ist für beide Seiten planbarer als Einzeltage.

Nutzungsrechte für Shopbilder

E-Commerce-Bilder haben in der Regel einen schmalen Buyout: Nutzung im eigenen Shop, auf Marktplätzen, in Newslettern und auf den eigenen Social-Media-Kanälen für eine festgelegte Laufzeit. Wollt ihr dieselben Bilder in einer Kampagne oder auf Plakaten einsetzen, ist das eine andere Nutzung mit eigenem Buyout. Sagt uns vorab, wo die Bilder laufen; dann steht alles im Vertrag und niemand muss später nachlizenzieren.

Häufige Planungsfehler

Der häufigste Fehler ist ein zu enger Zeitplan ohne Reserve: 120 Looks an einem Tag mit einem Model, das Mäntel und Abendkleider zeigen soll, enden um 20 Uhr mit müden Bildern. Der zweite ist Ware, die nicht sitzt, weil die Konfektionsgröße des Models aus einem Katalog stammt und nicht aus aktuellen Maßen. Der dritte ist das fehlende Moodboard: Ohne Vorgabe fotografiert jeder Fotograf anders, und die Produktseiten wirken zusammengewürfelt. Alle drei lassen sich mit einer Stunde Planung vor dem Studiotag vermeiden.

Was ihr uns für den Vorschlag schickt

Für einen konkreten Vorschlag brauchen wir: die Konfektionsgrößen, die Anzahl der Looks oder Tage, den Ort und die Termine, den Umfang der Nutzung und, wenn ihr mögt, eure Merkliste vom Board. Ihr erhaltet Models mit Maßen, Polaroids, Verfügbarkeit und Konditionen. Wer mit uns produziert, bekommt auch bei kurzfristigen Drops Ersatz: Unsere Models im Rhein-Main-Gebiet sind in der Regel kurzfristig am Set.

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