Für Kunden · · 4 Min. Lesezeit
Was kostet ein Model? Tagessätze und Buyouts erklärt
Wie sich das Honorar eines Models zusammensetzt: Tagessatz, Nutzungsrechte, Reisekosten, Optionen und Storno. Mit Rechenbeispielen für Shop, Kampagne und Show.
Kurz gesagt: ist die häufigste Frage in unseren Anfragen, und die ehrliche Antwort lautet: Das hängt von drei Faktoren ab. Dieser Artikel erklärt sie, damit ihr ein Angebot lesen und ein Budget planen könnt, bevor ihr uns anruft. Der Tagessatz Der Tagessatz ist das Honorar für die Arbeitszeit am Set, in der Regel acht bis zehn Stunden inklusive Pausen.

„Was kostet ein Model?" ist die häufigste Frage in unseren Anfragen, und die ehrliche Antwort lautet: Das hängt von drei Faktoren ab. Dieser Artikel erklärt sie, damit ihr ein Angebot lesen und ein Budget planen könnt, bevor ihr uns anruft.
Der Tagessatz
Der Tagessatz ist das Honorar für die Arbeitszeit am Set, in der Regel acht bis zehn Stunden inklusive Pausen. Er richtet sich nach drei Dingen: der Einsatzart, der Erfahrung des Models und der Dauer der Produktion.
E-Commerce-Tage liegen am unteren Ende, weil sie planbar sind und oft als Serie gebucht werden. Kampagnen und Werbung liegen höher, weil das Model das Gesicht der Marke wird. Shows werden häufig pauschal pro Show inklusive Fitting und Probe berechnet. Halbe Tage gibt es für Fittings und kurze Castings; für Produktionen rechnen wir mit ganzen Tagen, weil Anreise und Vorbereitung dieselben bleiben.
Erfahrung zählt: Ein Model, das 100 Looks am Tag in gleichbleibender Qualität schafft, spart euch Studiozeit, und das spiegelt sich im Satz. Bei mehrtägigen Produktionen sinkt der Satz pro Tag.
Nutzungsrechte: der Buyout
Der zweite Posten ist der Buyout, die Vergütung für die Nutzung der Bilder. Er wird nach drei Kriterien vereinbart: Medium (Web, Social Media, Print, Out-of-Home, TV), Laufzeit (zum Beispiel ein oder zwei Jahre) und Gebiet (ein Land, DACH, Europa, weltweit).
Ein Onlineshop, der Produktbilder nur im eigenen Shop zeigt, braucht einen schmalen Buyout. Eine Kampagne auf Plakatwänden in drei Ländern braucht einen breiten. Für die gängigen Fälle haben wir Standardpakete für Web, Social und Print, damit das Angebot nicht bei null beginnt. Wichtig: Nutzung über das Vereinbarte hinaus ist keine Grauzone, sondern eine Nachlizenzierung. Sagt uns früh, wo die Bilder laufen sollen, dann steht es im Vertrag.
Reisekosten und Spesen
Reisekosten entstehen nur, wenn kein passendes Model aus der Region verfügbar ist. Dann werden Bahn- oder Flugtickets, Hotel und Verpflegung nach Beleg abgerechnet, ohne Aufschlag. Unser Board ist auf Frankfurt, das Rhein-Main-Gebiet und die großen Städte in Deutschland, der Schweiz und Österreich verteilt; für Produktionen in Paris und Mailand arbeiten wir mit Models, die dort leben.
Optionen, Storno, Agenturprovision
Optionen halten wir 48 Stunden kostenlos. In dieser Zeit ist das Model für euch reserviert, und ihr könnt intern abstimmen. Stornierungen bis 48 Stunden vor Produktionsbeginn sind kostenfrei; danach gilt der halbe Tagessatz, am Produktionstag der volle. Diese Regeln stehen im Vertrag, den ihr vor der Buchung erhaltet.
Die Agenturprovision ist in unseren Angeboten enthalten. Ihr zahlt einen Betrag, wir rechnen mit dem Model ab. Es gibt keine getrennte Vermittlungsgebühr.
Drei Rechenbeispiele
Onlineshop, drei Tage, zwei Models. Zwei E-Commerce-Models, je drei Tage, 80 bis 100 Looks pro Tag, Nutzung im eigenen Shop und auf den eigenen Social-Media-Kanälen für zwei Jahre. Die Kalkulation besteht aus sechs Tagessätzen mit Mehrtagesrabatt und zwei schmalen Web-Buyouts. Reisekosten entfallen, wenn die Models aus der Region kommen.
Kampagne, ein Tag, ein Model. Ein Commercial-Model für eine Kampagne mit Plakaten in Deutschland und Online-Anzeigen in DACH für ein Jahr. Hier ist der Buyout der größere Posten, nicht der Tagessatz. Rechnet mit einem Verhältnis von etwa eins zu drei zwischen Tagessatz und Buyout.
Show, ein Abend, acht Models. Acht Models für eine Markenpräsentation mit Fitting am Vortag. Die Kalkulation läuft pro Model als Pauschale für Fitting und Show; Bildrechte sind meist auf die Berichterstattung über die Veranstaltung beschränkt und entsprechend günstig.
Konkrete Zahlen nennen wir mit dem Vorschlag, nicht erst nach dem Casting. Ihr bekommt Tagessatz, Buyout und gegebenenfalls Reisekosten pro Model aufgeschlüsselt.
Wo ihr sparen könnt und wo nicht
Sparen könnt ihr bei der Planung: Models aus der Region, mehrere Tage am Stück, klare Nutzungsrechte von Anfang an. Zusammengelegte Shootings für zwei Kollektionen sparen einen Anreisetag.
Nicht sparen solltet ihr an der Erfahrung, wenn das Volumen hoch ist. Ein Model, das nach 40 Looks nachlässt, kostet euch den Studiotag. Und nicht beim Buyout: Eine Nachlizenzierung nach einer Abmahnung ist teurer als jede ordentliche Vereinbarung.
Was auf der Rechnung steht
Nach der Produktion erhaltet ihr eine Rechnung von ROW ONE, nicht vom Model. Sie enthält die Tagessätze pro Model und Tag, die vereinbarten Nutzungsrechte als eigene Position, gegebenenfalls Reisekosten nach Beleg und die Umsatzsteuer. Buyouts weisen wir getrennt aus, weil viele Kunden sie intern anders verbuchen als Produktionskosten. Verlängerungen der Nutzung, etwa ein zweites Jahr für die Website, lassen sich später nachbuchen; der Preis dafür steht bereits im ersten Vertrag, damit es keine Überraschungen gibt.
Für Agenturen und Produktionsfirmen, die für Endkunden einkaufen, stellen wir auf Wunsch eine Kalkulation pro Model bereit, die ihr an euren Kunden weitergeben könnt.
Zwei Fragen, die oft zu spät kommen
Die erste: Dürfen wir die Bilder auch auf Social Media zeigen? Die Antwort hängt vom vereinbarten Buyout ab, nicht vom Medium an sich. Wenn Social Media nicht im Vertrag steht, fragt uns vorher; die Nachlizenzierung ist unkompliziert, solange sie vor der Veröffentlichung passiert.
Die zweite: Was passiert, wenn das Model krank wird? Wir stellen Ersatz mit vergleichbaren Maßen aus dem Board. Dafür hilft es, wenn ihr bei der Anfrage zwei oder drei Favoriten nennt statt nur einen.
So bekommt ihr ein Angebot
Schickt uns Projekt, Termin, Ort, Looks oder Umfang, geplante Nutzung und, wenn ihr mögt, eure Merkliste vom Board. Ihr erhaltet Vorschläge mit Maßen, Polaroids, Verfügbarkeit und Konditionen. Das Anfrageformular findet ihr auf der Seite Für Kunden.










