Für Models · · 4 Min. Lesezeit

Polaroids: So fotografierst du dich richtig

Polaroids sind die ehrlichsten Bilder einer Bewerbung. Mit Smartphone, Tageslicht und vier Einstellungen entstehen sie in zehn Minuten; wir zeigen, worauf es ankommt.

Kurz gesagt: Polaroids, in der Branche auch Digitals genannt, sind unbearbeitete Fotos ohne Styling, Make-up und Filter. Agenturen und Kunden brauchen sie, um zu sehen, wie ein Model wirklich aussieht: Proportionen, Haut, Haltung, Ausdruck. Für die Bewerbung bei ROW ONE genügen vier Bilder mit dem Smartphone.

Junge Frau wird vor weißer Wand für Polaroids fotografiert

Polaroids, in der Branche auch Digitals genannt, sind unbearbeitete Fotos ohne Styling, Make-up und Filter. Agenturen und Kunden brauchen sie, um zu sehen, wie ein Model wirklich aussieht: Proportionen, Haut, Haltung, Ausdruck. Für die Bewerbung bei ROW ONE genügen vier Bilder mit dem Smartphone. Dieser Artikel erklärt, wie sie gelingen.

Warum Polaroids wichtiger sind als Studiobilder

Ein professionelles Foto zeigt, was ein Fotograf aus dir gemacht hat. Ein Polaroid zeigt, was eine Produktion mit dir anfangen kann. Kunden entscheiden Castings deshalb nach Polaroids, und wir legen bei jedem Kennenlernen neue an. Wer mit ehrlichen Bildern beginnt, erspart sich Enttäuschungen: Ein Fitting, bei dem das Model anders aussieht als auf der Comp Card, bucht niemand ein zweites Mal.

Du brauchst also keinen Fotografen, keine Sedcard und kein Shooting, bevor du dich bewirbst. Eine Agentur, die das verlangt und dafür Geld nimmt, verdient an dir, nicht mit dir.

Vorbereitung: zehn Minuten

Licht. Tageslicht, am besten an einem Fenster oder draußen im Schatten. Kein direktes Sonnenlicht, keine Deckenlampe. Stell dich so, dass das Licht von vorn oder leicht seitlich kommt.

Hintergrund. Eine ruhige Wand, hell und einfarbig. Keine Möbel, keine Poster, kein Spiegel.

Kleidung. Enge, schlichte Kleidung, damit die Proportionen sichtbar sind: ein einfaches Top oder T-Shirt und eine Jeans, bei Women gern Bikini oder Unterwäsche in einem Set, wenn du dich damit wohlfühlst; das ist üblich, aber keine Bedingung. Keine Schuhe mit Absatz, am besten barfuß oder flache Schuhe.

Gesicht und Haare. Kein Make-up, keine Sonnenbrille, Haare offen und aus dem Gesicht, bei einem zweiten Durchgang gern zurückgebunden. Leg Schmuck ab.

Kamera. Das Smartphone reicht. Jemand anderes sollte fotografieren, auf Höhe deiner Brust, nicht von oben oder unten. Die Hauptkamera, kein Selfie-Modus, kein Porträtmodus, kein Beauty-Filter.

Die vier Einstellungen

1. Porträt. Frontal, Schultern gerade, Blick in die Kamera, neutraler Ausdruck. Mund geschlossen, Gesicht entspannt. Das Bild endet unter den Schultern.

2. Profil. Seitlich, gerade Haltung, Blick geradeaus. Wir sehen die Nasenlinie, das Kinn und den Nacken.

3. Ganzkörper. Frontal, Füße hüftbreit, Arme locker neben dem Körper, Hände offen. Das ganze Bild vom Scheitel bis zu den Füßen, mit etwas Luft darüber und darunter.

4. Lächeln. Ein natürliches Lächeln, als würde jemand einen Witz erzählen. Kein Posing, keine Modelgesichter. Wer möchte, ergänzt ein zweites Ganzkörperbild von der Seite und eines von hinten.

Mehr brauchen wir nicht. Drei bis fünf Bilder sind ideal; mehr als sieben nehmen wir nicht an.

Häufige Fehler

Der häufigste Fehler ist Bearbeitung. Jeder Filter, jede Hautglättung, jede Verschlankung macht das Bild wertlos, weil es nicht mehr zeigt, wie du aussiehst. Der zweite Fehler ist Licht von hinten, etwa vor einem hellen Fenster; dann ist das Gesicht dunkel. Der dritte ist die Perspektive: Von unten fotografiert wirken Beine länger und Gesichter breiter, von oben umgekehrt. Beides verzerrt.

Vermeide außerdem Spiegel-Selfies, Gruppenfotos, Urlaubsbilder und alte Aufnahmen. Polaroids sollten nicht älter als drei Monate sein; Haarschnitt und Gewicht ändern sich.

Was wir mit den Bildern machen

Deine Bewerbungsfotos werden verschlüsselt übertragen, in einem privaten Speicher abgelegt und nur vom Team von ROW ONE gesehen. Sie erscheinen nie auf der Website. Bewerbungen, die nicht zu einem Vertrag führen, löschen wir automatisch nach sechs Monaten. Mehr dazu steht in der Datenschutzerklärung.

Wenn du ins Board aufgenommen wirst, machen wir beim Kennenlernen eigene Polaroids mit derselben Methode, nur mit besserem Licht. Diese Bilder zeigen wir Kunden mit deiner Zustimmung und erneuern sie regelmäßig.

Polaroids für Kunden-Castings

Wer bereits auf dem Board ist, braucht Polaroids regelmäßig neu: vor Castings für Kampagnen, nach einem Haarschnitt, nach dem Sommer. Kunden sehen gern aktuelle Bilder, die nicht älter als wenige Wochen sind. Die Methode bleibt dieselbe, nur die Reihenfolge erweitert sich um zwei Bilder: eine Halbfigur mit verschränkten Armen und ein Ganzkörperbild in Bewegung, zum Beispiel ein Schritt auf die Kamera zu. Für Fitting-Models kommt ein Bild in der aktuellen Konfektionsgröße hinzu, meist in einem Basic-Outfit des Kunden.

Schick uns neue Polaroids über denselben Weg wie die Bewerbung oder bring sie zum nächsten Termin mit. Wir aktualisieren dann dein Profil und deine Comp Card.

Checkliste

  • Tageslicht, helle Wand, Kamera auf Brusthöhe
  • Enge, schlichte Kleidung, flache Schuhe oder barfuß
  • Kein Make-up, keine Filter, keine Sonnenbrille, Haare aus dem Gesicht
  • Porträt, Profil, Ganzkörper, Lächeln
  • Bilder nicht älter als drei Monate

Mit diesen vier Bildern dauert die Bewerbung fünf Minuten. Das Formular findest du unter Model werden.

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